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| Wenn Sie mal nach Cairns kommen! | |
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Cairns, eine kleine Stadt an der
Küste von Nord-Queensland, ist der Ausgangspunkt für Touren ins
Barrier-Reef und in den tropischen Regenwald. Die Stadt selbst ist
nicht so interessant, es gibt nicht mal einen Strand, obwohl Cairns direkt
am Meer liegt. Der Ort ist total touristisch orientiert und voll von Souvenir-Shops und auf Didgeridoos spezialisierten Läden. Auch wenn viele Ladenbesitzer behaupten:"We have the best Didges in town", ist selbst hier leider nicht alles Gold was glänzt. Ein großer Teil der angebotenen Instrumente ist typischer Touristen-Kitsch, der allenfalls zur Dekoration taugt. Die Palette der Geschmacklosigkeiten reicht vom billigen Bambus-Didgeridoo bis zu abenteuerlich bemalten Instrumenten, denen selbst ein geübter Spieler kaum einen Ton entlocken kann. Viele der angebotenen Didges haben niemals einen Ureinwohner gesehen. Sie werden zum Teil industriell hergestellt. Oft kommt nicht mal das Holz aus Australien, sondern aus Asien. Für die Bemalung werden angeblich unter anderem durchreisende Rucksacktouristen angeheuert. Die Herstellung von Didgeridoos stellt eine wichtige Einnahmequelle der australischen Ureinwohner dar. Die Aborigines sagen, sie würden auf diese Art aus dem Geschäft gedrängt. Sie beklagen den Ausverkauf ihrer Kultur und sind von diesen Methoden nicht gerade begeistert. Es gibt allerdings einige Geschäfte, die ausschließlich Top-Instrumente verkaufen, wenn auch zu einem relativ hohen Preis. Für ein Instrument der sogenannten "Concert-Class" werden von ca. 200 € bis über 500 € verlangt. Solche Instrumente kosten aber z.B. in Deutschland wesentlich mehr, wenn sie überhaupt zu bekommen sind. Die Preise bei den teuren Didges sind oft verhandelbar. Im Preis ist manchmal der Versand nebst Versicherung enthalten. Die Didges werden in der Regel sehr gut verpackt. Trotzdem kann es zu Transportschäden kommen (ich spreche aus eigener Erfahrung). Eine Versicherung ist in jedem Fall ratsam. Wenn Sie das Didge nicht selber mitbringen ist meist noch Zoll im Heimatland zu zahlen. Wenn Sie nicht zu viel Gepäck haben, nehmen Sie es besser selber mit. Auch hier bitte gut verpacken, Sie dürfen Ihr Instrument nicht mit in die Kabine nehmen. Kommentar beim einchecken:"Es ist als Waffe klassifiziert". Na ja. |
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Erwähnenswert ist noch Kuranda. Das Dorf (das ist schon fast übertrieben)
liegt in den Bergen mitten im Regenwald. Das einstige Mekka der
Hippies ist heute leider zur Touristenfalle verkommen. Souvenirshops, Fast-Food
(z.B. German Bratwurst) und immer wieder Didge-Shops dominieren das Bild
der kleinen Gemeinde. Immerhin gibt es aber einen Laden mit fantastischen
Instrumenten. Das Beste an Kuranda ist die Fahrt nach Kuranda. Mit einem alten Zug fahren Sie ca. 1,5 Stunden die Berge hinauf mit atemberaubenden Ausblicken in Schluchten und auf den Regenwald. Zurück entweder mit dem Zug oder mit einer Seilbahn. Geht natürlich auch umgekehrt. Die Gegend um Cairns ist in jedem Fall eine Reise wert. Tolle Strände, üppiger Regenwald und das Barrier Reef lohnen sich auf jeden Fall. Besonders erwähnenswert ist noch der weiter nördlich gelegene Ort Port Douglas. Hier gibt es einen super Strand, den man fast für sich alleine hat. Wo gibt es das schon?! |
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| Copyright: Michael David | |