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Das Didgeridoo gilt als eines der ältesten Instrumente der Welt. Das Blasinstrument der australischen Ureinwohner besteht aus einem von Termiten ausgehöhlten kleinen Baumstamm aus Eukalyptusholz. Die Länge variiert von ca. 1,20 m bis ca. 1,90 m. Nachdem die Rinde vom Baum geschält wurde, wird das Didge oft noch aufwändig bemalt. Traditionell in Erdfarben: Ocker, weiß, schwarz und rot. Die Motive entstehen meist aus der Mythologie der Ureinwohner. Zum Schluss wird am schmaleren Ende des Baums ein rundes Mundstück aus Bienenwachs angebracht, fertig ist das Musikinstrument. Mittlerweile gibt es Didgeridoos aus Bambus, PVC-Rohren, Glas, Metall und aus einheimischen Hölzern. Die Ureinwohner nennen das Instrument Yidaki, die Bezeichnung Didgeridoo stammt von Einwanderern. Das Wort Didgeridoo ahmt den Klang des Instruments nach.Gespielt wird das Didge durch Blasen in das Ende mit dem Mundstück. Es wird meist über einen längeren Zeitraum ohne Unterbrechung gespielt. Dies ist möglich durch die so genannte Zirkularatmung. Hier wird die Luft aus den Wangen gepresst und gleichzeitig eingeatmet. Der Guinessbuch-Rekord (was immer man von so etwas halten mag) liegt bei einer Stunde. Rekordhalter ist Kenny G., ein Amerikanischer Saxofonist. Jedes Instrument kann nur einen einzigen Grundton erzeugen, da es über keine Grifflöcher (wie z.B. eine Flöte) verfügt. Durch Überblasen und Hineinsingen können noch weitere Töne erzeugt werden. |
Die meisten Variationen beim Didgeridoospielen sind rhythmischer Natur. Durch Zusammendrücken der Wangen und tonloses Sprechen in das Instrument verändert sich der Klang. Beispiel: Sprechen Sie beim Blasen Oa-ti-ki in das Didge und Sie bekommen einen interessanten Rhythmus. Sehr beliebt ist das Imitieren von Tierstimmen, wie z.B. der Australische Vogel Kookaburra (deutsch: Der lachende Hans). Schreien Sie sehr schnell gu-gu-ga-ga-ga in das Didge. Die Tierstimmen lassen sich schriftlich nur sehr schwer wiedergeben. Am besten hören Sie sich CDs von Didgeridoo-Spielern an und versuchen die Geräusche nachzumachen. Das Didgeridoo ist in letzten Jahren auch außerhalb Australiens populär geworden. Immer mehr Menschen reisen nach Australien, da die Reisedauer durch größere und schnellere Flugzeuge kürzer geworden ist und auch die Flugpreise mittlerweile erschwinglich sind. Inzwischen gibt es permanent Reiseberichte über Australien im TV. Kein Reisebericht ohne Untermalung mit Didgeridoo-Musik! Nicht zuletzt haben auch Australische Bands wie Yothu Yindi zur Verbreitung des Didgeridoos beigetragen. Copyright: Michael David |